Eine Präsentation hörbar gemacht.
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00:00:00: Wenn man sich heutzutage so mit Medienexperten unterhält, da könnte man ja glatt den Eindruck gewinnen das klassische Radioläge längst auf dem Sterbebett.
00:00:09: Ohja
00:00:10: total!
00:00:10: Also als würden wir alle nur noch in einer reinen Spotify-Welt leben?
00:00:14: Aber was wäre wenn ich dir sage dass das traditionelle Radio jeden einzelnen Morgen ein Publikum erreicht, dass naja...das größer ist als das des EM-Finals?
00:00:24: Das ist eine Zahl die man erstmal sacken lassen muss
00:00:28: Absolut.
00:00:29: Und damit, liebe Regine, stell dir genau dieses Szenario mal vor!
00:00:32: Wie von Wolfgang beim Adios Summit versprochen?
00:00:35: Schöne Grüße an dieser Stelle übrigens...
00:00:36: Genau, liebe Grüße!
00:00:38: Ist das hier mal ein Beispiel wie er und Betriebskultur aus meist brachliegendem Content wirklich aufmerksamkeitsstarke Podcasts machen?
00:00:46: KI generiert aber eben immer bei voller inhaltlicher Kontrolle.
00:00:49: Wir haben uns nämlich einmal durch eure Präsentation zum Radiomarkt-
00:00:54: Und
00:00:57: wir haben uns dabei vor allem gefragt, was passiert eigentlich wenn man sowas hörbar macht?
00:01:02: Was ja eigentlich naheliegt oder?
00:01:04: Also diese Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und der Realität.
00:01:08: Genau da müssen wir ansetzen!
00:01:09: Weil diese eklatante Diskrepans zwischen der gefühlten Wahrheit also diesem ganzen Hype um Podcasts und und Demand und den harten Fakten Das ist echt krass!
00:01:20: Wenn wir den halbmal komplett ausblenden, sprechen die Zahlen eurer Präsentation eine fast schon brutale Sprache.
00:01:26: Inwiefern brutal?
00:01:27: Naja...
00:01:27: Wir reden hier nicht von so lockeren wöchentlichen Kontakten.
00:01:30: Wir reden von zweiundfünfzig, sechs Millionen Menschen.
00:01:33: Täglich – exakt das sind tägliche Radiohörer.
00:01:37: Jeden einzelnen Tag scheiden diese Menschen ein.
00:01:41: Und um das direkt am Anfang mal richtig einzuordnen, wenn wir uns die gesamte Reichweite des Audiumarktes in Deutschland ansehen, macht das klassische Radio unfassbare
00:02:05: Wenn Radio, Achtundneunzig Komma Vier Prozent der Reichweite besetzt.
00:02:09: Wo landet denn dann Spotify in dieser Metrik?
00:02:11: Bei exakt Eins Komma Eins Prozent
00:02:14: Warnfinn?
00:02:15: das ist der reine Reichweiten Vergleich in der Breite.
00:02:19: Das klassische Radio liefert quasi im Alleingang die komplette Reichweiter des deutschen Audiumarktes.
00:02:24: Jeden Morgen ab fünf Uhr schelten fast sechsundzwanzig Millionen Menschen ein
00:02:28: dass es an dieses tägliche E-M Finale da sich meinte
00:02:31: ganz genau Okay,
00:02:32: also diese zweiundfünfzig Millionen Hörer sind in der reinen Masse absolut gigantisch.
00:02:37: Aber da muss ich direkt mal analytisch reingrätchen.
00:02:40: Gerne!
00:02:41: Was bedeutet diese schiere Masse heute eigentlich noch für Marken?
00:02:45: Wir leben ja in so einer totalen Aufmerksamkeitsökonomie.
00:02:48: Wenn ich morgens gestresste im Auto sitze mich über den Stau aufrege dann dodelt das Radio doch oft nur als Hintergrundrauschen.
00:02:55: Hm, das sogenannte Nebenbei-Medium?
00:02:58: Richtig.
00:02:59: Ich achte in dem Moment doch null auf einen dreißig sekündigen Spot für Dachziegel oder Baumärkte!
00:03:06: Ist nicht so ein Lean Forward Medium wo ich aktiv zuhöre – viel wertvoller für eine Marke.
00:03:10: Weißt du, dass ist ein extrem weitverbreiteter Trugschluss in der heutigen Medienplanung.
00:03:16: Du bewertest da gerade zwei völlig unterschiedliche psychologische Funktionen von Audio.
00:03:21: Okay, erkläre mir das.
00:03:23: Ja, wenn du aktiv zuhören willst ist deine kognitive Beteiligung höher.
00:03:28: Aber Radio hat eine völlig andere viel weitreichendere Funktion.
00:03:32: Es ist das letzte große Lagerfeuer der Gesellschaft.
00:03:36: Ein LagerFeuer?
00:03:37: Das klingt mir jetzt ehrlicherweise ein bisschen zu romantisch für so einen knallharten Daten getriebenen Werbemarkt.
00:03:42: Naja dann lass es mich ökonomisch übersetzen!
00:03:45: Es ist der emotionale Taktgeber des Alltags.
00:03:48: Du stehst auf und es läuft in der Küche Du fährst zur Arbeit, es läuft im Auto.
00:03:52: Auf den Baustellen?
00:03:53: Genau!
00:03:54: Auf Bauställen in Friseursalons und Großraumbüros – wenn du als Marke Werbung schaltest suchst du doch nicht immer zwingend diesen einen Moment der tiefen philosophischen Reflexion beim Konsumenten.
00:04:06: Stimmt manchmal will man einfach nur Präsenz zeigen.
00:04:08: Exakt!
00:04:09: Du suchst die verlässliche massive Breitenwirkung.
00:04:13: Der Medienkonsum zersplittert extrem.
00:04:15: Du liest online, scrolls Social Media, schaust Netflix.
00:04:19: Aber das Radio ist dieser gesellschaftliche Klebstoff.
00:04:22: Es baut Vertrautheit auf durch schiere Präsenz, Priming nennt man das.
00:04:26: Das bedeutet also diese vermeintliche Schwäche dieses passive Nebenbeihörn ist eigentlich die größte strategische Stärke?
00:04:33: Genau
00:04:34: das ist der Punkt!
00:04:35: Weil es den kritischen Widerstand umgeht.
00:04:38: richtig – man konsumiert die Markenbotschaft ohne sich aktiv dagegen zu wehren.
00:04:42: Du hast halt keine Skip-Taste im Kopf.
00:04:45: Und diese Mechanik treibt dieses gigantische Bruttowerbevolumen von thirty-six Komma sieben Milliarden Euro im Gesamtmarkt.
00:04:52: Radio liefert dem Werbemark das, was anderswo wegbricht – pure Massenreichweite!
00:04:57: Gut ok nehmen wir an ich bin jetzt überzeugt die Reichweite ist unschlagbar.
00:05:02: Ich bin eine große Marke und habe ordentlich Budget.
00:05:05: oder ich sage meiner Media Agentur kauft mir morgen das Radio für ganz Deutschland ein Spot auf dem größten nationalen Sender zack.
00:05:12: Fünfzig Millionen Leute erreicht.
00:05:14: Das wäre schön einfach!
00:05:15: Eben,
00:05:16: wenn ich mir eure Strukturdaten nämlich genau ansehe stelle ich fest das geht überhaupt nicht.
00:05:20: es gibt schlichtweg keinen echten dominierenden nationalen Einzelsinder mit so einer Abdeckung.
00:05:25: Nein den gibt es nicht.
00:05:26: Warum eigentlich nicht?
00:05:27: In Frankreich oder Großbritannien ist das doch völlig normal?
00:05:31: Um das zu verstehen müssen wir kurz in die Geschichte eintauchen.
00:05:35: dieser Flickenteppich im deutschen Radiomarkt ist nicht zufällig entstanden.
00:05:39: Das war eine sehr bewusste medienpolitische Entscheidung nach dem Zweiten Weltkrieg.
00:05:44: Ah, wegen der Alliierten?
00:05:45: Ganz genau!
00:05:46: Nach den fatalen Erfahrungen mit der Propaganda im Nationalsozialismus hatten die Alliierte ein unverrückbares Ziel Es durfte auf deutschem Boden nie wieder einen zentralen nationalen Rundfunk geben Der für Massenbeeinflussung missbraucht werden konnte.
00:06:01: Also hat man das Ganze föderal aufgebaut.
00:06:03: Richtig, man hat den Rundfunk bewusst dezentralisiert.
00:06:07: Daraus sind die autonomen Landesrundfunkanstalten der ARD entstanden und beim Privatradio in den Achtzigern hat man das auf Landesebene einfach fortgeführt.
00:06:16: Das
00:06:17: ist eigentlich ein unglaublich spannender Kontext!
00:06:19: Diese Fragmentierung war also gar kein lästiger Konstruktionsfehler sondern historisch gesehen ein demokratischer Schutzmechanismus.
00:06:25: Exakt.
00:06:26: Aber für einen Media-Plena heute muss das doch der absolute Albtraum sein.
00:06:29: Ich will eine bundesweite Kampagne fahren und muss mich durch hunderte Sender wühlen, dass es ja im Grunde so als würde ich versuchen ein landesweites Plakatnetz aufzubauen
00:06:38: Und musst mit jedem einzelnen Bürgermeister verhandeln.
00:06:41: Richtig!
00:06:42: Nur am Küchentisch – Mit jedem separat.
00:06:45: Die Analogie mit den Bürgemeistern trifft es erstaunlich gut.
00:06:48: Jedes Bundesland hat seine Platzhirsche, seine Reichweitenkönige.
00:06:52: Der Radiomarkt in Bayern funktioniert musikalisch unsprachlich völlig anders als der Entschläßwig-Holstein.
00:06:58: Aber das bedeutet doch Reibungsverluste ohne Ende?
00:07:01: Könnte man meinen!
00:07:02: Aber das ist der Moment, in dem intelligente Planung das in den stärksten Hebel umdreht.
00:07:07: Weil du keinen nationalen Einheitspreis senden kannst, zwing dich das System zur Regionalität.
00:07:12: Du kannst Kampagnen hyperregional aussteuern – teilweise bis auf Kreisebene.
00:07:17: Lass uns das mal greifbar machen.
00:07:19: Wenn ich diese Baumarkette bin...
00:07:21: ...dann weißt du dank Wetter-Daten, dass am Wochenende in Hamburg echtes Schiedwetter ist während in München twenty-fünf Grad und Sonne gemeldet sind.
00:07:31: Bei einem rein nationalen Sender müsstest Du eine weich gewaschene Kompromissbotschaft senden.
00:07:36: Dank der föderalen Struktur kaufst du in Bayern ganz gezielt das Umfeld für Grillkohle und in Hamburg zeitgleich den Laminatboden für das Indoor-Projekt.
00:07:45: Du minimierst also Streuverluste enorm, weil du chirurgisch vorgehst?
00:07:50: Genau das!
00:07:50: Weißt du, das ist eigentlich total fasziniert.
00:07:54: Lass uns da mal ganz kurz auf einer Metaebene innehalten.
00:07:57: Gerne!
00:07:57: Wir übersetzen hier ja gerade eine klassische PowerPointfolie mit trockenen Strukturdaten – und trotzdem funktioniert es als Gespräch gerade ziemlich gut
00:08:05: oder?!
00:08:06: Absolut.
00:08:07: Weil wir eben nicht stumpf die Bulletpoints abarbeiten, sondern diese Hebelwirkung dahinter verstehen?
00:08:12: Das ist ja genau der Mehrwert den wir hier zeigen wollen!
00:08:14: Es geht um die Perspektive, nicht um die Zahlenkolonnen.
00:08:18: Richtig... Aber um auf die Struktur zurückzukommen, das setzt er voraus dass ich diesen Sender-Dschungel administrativ überhaupt Hand haben kann.
00:08:25: Wer verhandelt denn nun mit diesen hunderten Bürgermeistern?
00:08:29: Da kommen die Vermarkter ins Spiel und auf euren Folien sieht man das extrem gut.
00:08:34: Den Markt wird faktisch von zwei gigantischen Playern dominiert.
00:08:38: ARD-Media für die öffentlich rechtlichen und RMS für die privaten.
00:08:43: Die haben zusammen, äh, neunzig Prozent Marktabdeckung richtig?
00:08:47: Genau gut neunzig Prozent
00:08:48: Moment!
00:08:49: Neunzig prozent Das ist ja ein astreines Duopol.
00:08:53: Und wenn ich sowas höre schrillen bei mir eigentlich sofort alle Alarmglocken.
00:08:57: das bedeutet doch normalerweise Preistiktat und gefährliche Abhängigkeit
00:09:01: Versteh ich vollkommen.
00:09:03: In fast jeder anderen Branche wäre das ein massives Problem, aber im Radiomarkt überwiegt hier der organisatorische Nutzen.
00:09:10: Ohne diese massive Bündelung durch die zwei Player wäre der Markt für nationale Kampagnen schlicht nicht buchbar.
00:09:18: Sie nehmen diesen chaotischen Flickenteppich und schnören standardisierte Kombiangebote nach Zielgruppen, Portfolios umfeldern.
00:09:26: Sie schaffen also erst die Standards, die das ganze Handhaber machen.
00:09:29: Sie bringen Ordnung ins
00:09:30: Chaos –
00:09:32: aber sie definieren eben auch die Spielregeln!
00:09:34: Und die komplizierteste Regel scheint da die Kostenkalkulation zu sein.
00:09:38: Wir sprechen ja nicht von Pauschanpreisen sondern von Sekundenpreisen.
00:09:42: Exakt.
00:09:43: Du kaufst im Radio keine starre Fläche?
00:09:45: Du kauft Zeit und der Wert dieser Zeit ist über den Tag hinweg extrem volatil.
00:09:51: Erinnere mich an die sechsundzwanzig Millionen am Morgen.
00:09:53: Richtig Ein Spot um sieben Uhr fünfzehn, wenn das halbe Land im Auto zur Arbeit fährt?
00:09:59: Das ist die absolute Primetime.
00:10:02: Dieser Moment hat eine völlig andere Dynamik und einen viel höheren Sekundenpreis als ein Spot der um vierzehn Uhr dreißig läuft!
00:10:10: Die berühmte Drive Time.
00:10:12: Also, wenn ich mir das jetzt mal mathematisch vorstelle... Ich habe sechzehn Regionen hunderte Sender in Kombis Eine sekündliche Abrechnung Und eine stündlich schwankende Zuhörerschaft.
00:10:23: Das ist ja ein Optimierungsproblem mit unzähligen Variablen.
00:10:27: Da stößt klassische Planung doch völlig an ihre Grenzen!
00:10:31: Willkommen in der Realität der Mediplaner.
00:10:34: Mit einfachen Excel-Tabellen kannst du diesen Sweetspot für den perfekten Return on Investment in Echtzeit überhaupt nicht mehr ausbalancieren
00:10:41: Und das ist genau der Moment, an dem wir die Perspektive mal radikal erweitern müssen.
00:10:45: Das ist quasi die zweite Ebene unseres Deep Dives.
00:10:48: Worauf willst Du hinaus?
00:10:49: Bisher haben wir über den historischen Hochkomplexen Markt gesprochen, aber was passiert eigentlich wenn wir diesen ganzen fragmentierten Markt nehmen und ihn schonungslos mit modernen KI-Audiotechnologien denken?
00:11:02: Ah!
00:11:04: Dann löst sich nämlich der historisch größte und teuerste Flaschenhals plötzlich in Luft auf.
00:11:09: Und welcher ist das?
00:11:10: Die komplexe Mediaplanung.
00:11:12: Nein die Kreation – die eigentliche Spotproduktion.
00:11:16: Erklär' das mal.
00:11:17: Nimm wieder deinen Baumarkt.
00:11:19: Die Agentur hat dir für sechzehn Bundesländer den perfekten Mediaplan geschrieben.
00:11:24: Budget ist da, aber dann kommst du in die Produktionsphase.
00:11:27: Oh ja!
00:11:28: Tonstudium-Meeten, Synkronsprecher, Regie, endlose Abnahmeschleifen – das geht ins Geld
00:11:34: und es kostet vor allem Zeit.
00:11:36: Niemand konnte es sich bisher leisten, für eine Kampagne fünfzig verschiedene Spotvarianten mit lokalen Dialekten und tagesaktuellen Wetterbezügen zu produzieren.
00:11:45: Das
00:11:45: heißt die Medienplanung war hyperregional auf dem Papier aber der Spot selbst war am Ende gezwungenermaßen immer ein nationaler Einheitsprei.
00:11:54: Genau!
00:11:55: Die architektonische Stärke des Radius ist auf den letzten Metern vor dem Ohr Einfach verpufft.
00:12:01: Und hier verändert KI-generiertes Audio die Marktmechanik komplett.
00:12:05: Weil die Spotproduktion skalierbar wird?
00:12:07: Exakt!
00:12:08: Wenn die Produktion eines hochwertigen Sprachsports nur noch Bruchteile von Cent kostet und in Echtzeit skaliert, zieht die Kreation endlich mit der Medienplanung gleich – du buchst sechzehn Bundesländer und produzierst auf Knopfdruck Sechzehnt passgenaue lokale Spots.
00:12:24: Aber warte, wir sprechen hier jetzt nicht von diesen roboterhaften Stimmen die nachts den Verkehrsfunk vorlesen oder?
00:12:29: Definitiv nicht.
00:12:30: Die Qualität heutiger KI-Stimmen ist von echten Menschen nicht mehr zu unterscheiden.
00:12:35: Betonung, natürliche Atmung, emotionale Nuancen – das ist technologisch alles gelöst!
00:12:41: Das ist ja Wahnsinn, wenn das so skalierbar ist eröffnet dass doch Möglichkeiten die wir bisher nur aus dem digitalen Performance Marketing kannten.
00:12:48: Im Web teste ich pausenlos AB Varianten klickt der User auf rot oder blau?
00:12:53: im Radio war ein Spot bisher wie so ein entstein gemeißeltes Monument einmal produziert und man betet drei Wochen da sie funktioniert
00:13:01: Und wenn nicht, war das Budget verbrannt.
00:13:03: Mit KI bringen wir jetzt diese agile Testbarkeit direkt in unser analoges Lagerfeuer-Medium!
00:13:09: Du kannst Varianten testen und wir können das mit den Uhrzeiten verknüpfen.
00:13:15: Denk an die Drive Time – sieben Uhr fünfzehn.
00:13:18: es regnet Stau.
00:13:19: Die KI generiert in dem Moment einen Spot mit einer beruhigenen Stimme entspann dich Der Stau geht vorbei.
00:13:26: Komm am Wochenende in unseren Baumarkt Um fünfzehnt Uhr.
00:13:29: Beim Nachmittagstief generiert sie für denselben Sender einen dynamischen Spot, um durch die Müdigkeit zu dringen.
00:13:36: Das
00:13:36: ist ein echter Paradigmenwechsel!
00:13:38: Die Warbebotschaft passt sich dem Kontext an – in Köln regnet es.
00:13:42: der Spot sagt bestell dir Essen nach Hause.
00:13:45: In Berlin scheint die Sonne.
00:13:46: gehen den Park mit unserem Getränk.
00:13:48: Genau das wird Realität.
00:13:51: Tausende Parameter laufen im Hintergrund simultan Wetter, Verkehr, Uhrzeit, Region und die KI generiert in Millisekunden das passgenaue Pfeil für den jeweiligen Sendemast.
00:14:02: Das ist Hyperpersonalisierung auf einem völlig neuen Level.
00:14:06: aber da muss ich direkt eine wichtige Unterscheidung treffen damit wir hier nicht blind zu einem KI-Hype aufsitzen.
00:14:11: Richtig!
00:14:12: Wir wollen ja bei den Fakten bleiben.
00:14:14: Die KI ersetzt in diesem Konstrukt ja nicht den eigentlichen Radiomarkt.
00:14:18: Die zweiundfünfzig, sechs Millionen Hörer die im Auto sitzen sind aus Fleisch und Blut.
00:14:22: Da wird keine Reichweite durch Bots simuliert.
00:14:25: Das Medium bleibt menschlich!
00:14:26: Absolut, das Laberfeuer brennt unvermindert weiter.
00:14:30: Die Menschen versammeln sich um das Medium weil es vertraut ist und Sicherheit gibt.
00:14:35: Die Technologie zerstört das nicht
00:14:38: Aber sie verändert radikal wie Intelligent- und Granularmann als Markedrummer rum kommunizieren kann.
00:14:44: Genau so ist es.
00:14:45: Wir haben hier also einen Markt der durch KI plötzlich agil und messbar wird.
00:14:50: Das ist kein Sterben eines alten Mediums, das ist eine evolutionäre Beschleinigung.
00:14:55: Besser kann man die Fakten aus eurer Präsentation kaum zusammenfassen!
00:14:59: Der Markt ist quick lebendig – Die Kunst ist nicht mehr Reichweite zu finden?
00:15:04: Die ist
00:15:05: da….
00:15:05: Die Kunst isst die Komplexität intelligent zu nutzen.
00:15:09: Das bringt mich zum Abschluss noch auf einen Gedanken den wir bisher gar nicht so oft im Radar hatten ….
00:15:14: Ein Gedanke, den wir den Hörern mal so zum Kaun mitgeben können.
00:15:17: Oh, da bin ich gespannt….
00:15:19: Wenn wir das Meiter denken, wenn in Zukunft jeder Hörer einen Spot bekommt der durch KI exakt auf seinen Mikromoment sein Wetter seine Standort zugeschnitten ist.
00:15:30: Ja.
00:15:30: Verliert das Radio da nicht genau diesen verbindenden Lagerfeuereffekt den wir vorhin so verteidigt haben?
00:15:36: Wenn Werbung und vielleicht irgendwann auch Moderationen nicht mehr für alle gleich sind sitzen wir dann am Ende alle nur noch an unserem eigenen find sich kleinen personalisierten LagerFeuer.
00:15:46: Puh!
00:15:46: Das ist tatsächlich die... Ganz große Frage, wie viel Hyperindividualisierung verträgt ein Massenmedium bevor es aufhört eins zu sein?
00:15:54: Das wird die zentrale Debatte der nächsten Jahre.
00:15:57: Ein fantastischer etwas unbequemer Gedanke den wir hier einfach mal so im Raum stehen lassen.
00:16:03: Liebe Regine!
00:16:03: Wir hoffen dieser Deep Dive hat gezeigt.
00:16:06: vielleicht ist genau das der nächste Schritt.
00:16:09: Fachinhalte und Daten nicht nur abstrakt auf Folien zu zeigen sondern sie hörbar zu machen in Perspektiven zu übersetzen und weiterzudenken
00:16:17: Finde ich einen wunderbaren Abschluss!
00:16:19: Von Wolfgang auf jeden Fall nochmal einen schönen Gruß und herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit.
00:16:24: Und wie er immer so schön sagt, wir hören uns.
00:16:27: Tschüss!
00:16:28: Tschüss bis zum nächsten Mal.
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